Wissenswertes über UV - Licht:
Künstliche Sonne und Gesundheit
Wissenschaftlicher Überblick
Forscher in aller Welt befassen sich mit Fragen über Licht und Leben. Allein im Juni 2001 gab es zwei internationale Licht-Symposien: Biologic Effekts of Light (Boston, Massachusetts) und The 9th European Lighting Conference (Reykjavik). Zunehmend konzentriert sich das Interesse auf naturähnliche, künstliche UV-Strahlung. Das erinnert an die Tradition, aus der heraus früher viele Krankheiten mit UV-Stahlen geheilt wurden. Untersuchungen bestätigen biopositive und zum Teil verblüffende Effekte der künstlichen Sonne.
- Vitamin D-wirksame UV-Bestrahlung mit ultraviolettem Licht verbessert die Kreislaufregulation, klinisch erkennbar sogar bei Herzpatienten. Es darf von einer herzschützenden Wirkung ausgegangen werden.
Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin, Abteilung für Naturheilkunde. Dr. med. Rolfdieter Krause, Professor Dr. med. Malte Bühring (beide Mitglieder des Wissenschaftsrats des Fördervereins Sonnenlicht-Systeme e.V.)
- UV-Stahlen wirken über den Blutkreislauf ganzheitlich biopositiv. Sie stärken die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und das Immunsystem.
Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr, Essen. Facharzt für Sport- und Leistungsmedizin Dr. Dietmar Alf (2000).
- UV-Bestrahlung der Haut reguliert den Kalziumhaushalt und festigt die Knochendichte. Künstliches UV kann das Osteoporoserisiko senken.
Rambam Medical Center Haifa (Israel), Frau Dr. Zofia IshShalom (2000).
- Solarien helfen bei Hautproblemen. Ergebnis nach 20 Sonnenbädern: Gute bis sehr gute Behandlungserfolge bei 75 Prozent der Akne-Patienten. In Einzelfällen waren Pickel und Mitesser sogar ganz verschwunden.
Poliklinik für Hautkrankheiten, Charité Berlin. Professor Dr. med. Niels Sönnichsen, Dr. med. Hans Meffert (2000).
- Behandlungen zahlreicher Hautkrankheiten wie Neurodermitis. Seit kurzem werden Bestrahlungstherapien mit UV-Licht eingesetzt. Sie macht in vielen Fällen das Cortison überflüssig.
Hautklinik der Ruhruniversität Bochum. Photodermatologe Dr. Gregor von Kobyletzki (2000). Ebenso: Hautklinik Stadt Hanau. Leitender Arzt Dr. Hans Michael Ockenfels (2000).
- Licht kann über die Haut aufgenommen werden. Je mehr Licht sie tanken, umso besser wird ihre Stimmung. Auch auf der Sonnenbank kann das Gemüt aufgehellt werden.
Schlafmedizinisches Zentrum der Universitätsklinik Regensburg. Privatdozent Psychologe Dr. Jürgen Zulley (2000).
- Sonnenbäder im Solarium, dreimal wöchentlich und mit ansteigender Dosis, reduzieren in den meisten Fällen die UV-Empfindlichkeit der Haut auf ein Viertel und sorgen für eine spürbare Lichtabhärtung.
University of Sydney, Sydney. Professor Dr. V. E. Reeve (2000).
- UV-Licht lindert Wechseljahres-Beschwerden und Durchblutungsstörungen. Die Strahlung produziert in der Haut Sexualhormone, dem Östrogen verwandte Substanzen. Sonnenlicht kann Sexualprobleme lösen. So erhöhen sich beim Mann durch Bestrahlung von Brust und Rücken einige Hormonspiegel um bis zu 120 Prozent.
Dr. med. Zane R. Kime
- Andere Gründe ein Solarium aufzusuchen: für sich selbst gewünschte Attraktivität, Entspannung für die Seele, belebende Aspekte und erreichbares Wohlbefinden.
Hochschule für Druck und Medien, Stuttgart. Projektgruppe Marktpsychologie, Solarien-Studie 1998/1999. Leitung: Professor Dr. Eberhard Wülst (Mitglied des Wissenschaftsrates der Fördervereins Sonnenlicht-Systeme e.V.)
Unterschiedliches UV-Licht?
Wir unterscheiden in UV-A, UV-B, UV-C Licht. Sie unterscheiden sich in Ihren Wellenlänge und in der Wirkung auf die Lebewesen. Das gesamte UV-Spektrum wird durch die Sonne abgestrahlt und durch die Ozonschicht gefiltert. Leider haben wir in der Atmosphäre Ozonlöcher, die das etwas beeinträchtigen. In Solarien werden Filtertechniken eingesetzt, mit denen wir genau bestimmen, welche für uns Menschen positive Strahlen sind.
UV-C Licht (ca. 240 - 280 nm)
ist das kurzwelligste und aggressivste Licht, es wird in Solarien komplett herausgefiltert. In medizinischen Geräten wird es nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt.
UV-B Licht (ca. 280 - 315 nm)
ist für die lang anhaltende, schöne Bräune verantwortlich. Sie ist sehr energiereich, das heißt, bei unsachgemäßer Anwendung kann sie zu Sonnenbrand führen.
Es hat die nützliche Eigenschaft, die unter der Hautoberfläche liegenden Melanozyten zu erreichen, und diese zur Produktion bräunungsfähiger Pigmente (Melanine) anzuregen.
Es schafft also erst die Grundlage um eine Bräune wie wir sie wünschen zu erreichen. Je mehr Melanine an der Hautoberfläche vorhanden sind, desto intensiver kann die UV-A Strahlung diese Pigmente dunkeln.
Es dient zum Aufbau einer Lichtschwiele (Verdickung der oberen Hautschicht) zum Schutz der empfindlichen Keimzellen.
UV-B Strahlung kann bei Nichtbeachtung der empfohlenen Besonnungszeiten zur Erythem-Bildung (Sonnenbrand) führen. Da dies unbedingt zu vermeiden ist, aber eine schöne, lang anhaltende Bräune das Ziel ist, müssen die Besonnungszeiten unbedingt eingehalten werden. Mit jedem Sonnenbrand erhöht sich die Gefahr einer folgenden Hautkrebserkrankung.
UV-A Licht (215 - 400 nm)
ist im Allgemeinen für Ihre sofort bräunende Wirkung ( man spricht von Direktpigmentierung) bekannt.
Es ist bei unsachgemäßer Anwendung für Hautalterung verantwortlich.
Es hat die nützliche Eigenschaft bereits an der Hautoberfläche vorhandene Melanine (Pigmente) zu bräunen.
Die Bräune hat den Nachteil, dass sie nur von kurzer Dauer ist. Deshalb ist eine schöne
Bräune nur mit einem vernünftigen Verhältnis von UV-A zu UV-B zu erreichen.
Das UV-A Licht kann in Verbindung mit Medikamenten und Nahrungsmitteln zu phototoxischen und photoallergischen Reaktionen führen. Zu diesen Stoffen gehören u. a. Antibiotika, Saccharin, Diuretika, Parfüm, Beruhigungsmittel und bestimmte Konservierungsstoffe.
Benutzerhinweise:
- Wer sich in medizinischer Behandlung befindet, welche die Einnahme von Medikamenten erfordert, sollte seinen Arzt über die Verträglichkeit der Medikamente mit UV-Licht befragen.
- Um Bräune aufzubauen, sollten sie ca. jeden 2. Tag sonnen bis zum gewünschten Bräunungsgrad. Anschließend, um die Bräune zu halten, empfehlen wir 1 - 2 Besonnungen pro Woche.
- Bei Bläschenbildung oder Entzündungen sofort Ihren Arzt aufsuchen und auf UV-Licht-Verträglichkeit untersuchen lassen.
- Erhöhte Vorsicht nach Massagen oder Saunagängen, die Haut ist jetzt empfindlicher.
- UV-Licht kann die Netzhaut der Augen angreifen und beschädigen. Tragen Sie unbedingt eine Schutzbrille und schließen sie die Augen bei der Besonnung.
- Entfernen Sie sämtliche Kosmetika, Deodorants, Parfüms, etc., da diese mit dem UV-Licht Hautreizungen und/oder allergische Reaktionen auslösen können.
- Schmuck ist abzulegen, er kann sich verfärben, kann zu allergischen Reaktionen führen, es verbleiben unbesonnte "Steifen" auf der Haut.
- Tragen Sie keine Sonnenschutzmittel auf, da bei Beachtung der Besonnungsempfehlung die Haut Ihren Lichtschutzfaktor selbst erhöht.
- Bräunen Sie nach dem Drei Farben Besonnungsempfehlungen, gelb, blau, rot, die in jedem guten Studio als Informationsposter aushängen.
- Pflegen Sie Ihre Haut mit Kosmetik, vor der Besonnung um die Bräune zu intensivieren und zu pflegen und nach der Besonnung zum Pflegen und eventuelle Irritationen vorzubeugen / zu lindern.